Der aktuelle „Siebenbürgische Liederkranz Nürnberg“ ging aus dem „Fürther Chörchen“ hervor, das 2017 von Angelika Meltzer gegründet wurde.
Im Frühjahr 2017 äußerten einige ehemaligen Sängerinnen des Nürnberger Chores Vocalis, den Angelika Meltzer bis zu seiner Auflösung im Herbst 2016 geleitet hatte, den Wunsch, wieder mit ihr zu singen. Die Chorproben konnten im Gemeindehaus der St.-Pauls-Kirche in Fürth stattfinden. Da dort bereits der „Fürther Chor“ unter der Leitung von Rosel Potoradi probte, nannte sich die neu gegründete Singgruppe „Fürther Chörchen“. Bedingt durch Angelikas freundliche und aufgeschlossene Art, machten die Proben von Anfang an Spaß. Sie erstellte Übungs-CDs, sodass jeder daheim individuell proben konnte, denn die Proben fanden nur 14-tägig statt.
Durch den Umzug von Fürth nach Nürnberg im Jahr 2020, ins Haus der Heimat, wurde der Name der Singgemeinschaft in „Siebenbürgischer Liederkranz Nürnberg“ geändert.
Die Sänger und Sängerinnen konnten bei verschiedenen Anlässen ihr Können unter Beweis stellen, u.a. im Jahr 2018 bei der Buchpräsentation der Liedersammlung „E Liedchen hälft ängden“, herausgegeben von Angelika Meltzer und Rosemarie Chrestels, beim Mundartautorentreffen 2018 in Nürnberg, beim Kulturnachmittag in Kempten ebenfalls 2018, jährlich am Fest unter der Eiche im Haus der Heimat Nürnberg, beim Sängerfest anlässlich des 30-jährigen Jubiläums des Chores der Kreisgruppe Rosenheim in Bad Aibling sowie in Dinkelsbühl beim Mediascher Treffen 2019. Eine Ehrenaufgabe des Chores war alle zwei Jahre die Mitgestaltung des Gottesdienstes nach siebenbürgischer Liturgie in der Nürnberger Reformations-Gedächtnis-Kirche.
Natürlich kam auch das Gesellige nicht zu kurz, z. B. im Garten von Herta, Gertraud und Heidemarie. Bei Gegrilltem und Kesselgulasch wurde viel gesungen. Hier kamen die von Angelika erstellten Liederhefte zum Einsatz.
Nach vielen Jahren erfolgreichen Wirkens verabschiedete sich Angelika Ende 2024 und übergab die Chorleitung an Martin Miess, einem sehr kompetenten und professionellen Musiklehrer i.R. Er achtet besonders auf Disziplin und hat den Anspruch auf hohe Singqualität.
Mittlerweile treffen sich über 30 Sänger und Sängerinnen wöchentlich zum gemeinsamen Singen. Das Repertoire umfasst auch zukünftig Volkslieder aus Siebenbürgen und dem deutschen Sprachraum, Schlager sowie geistliche Lieder.
Der Siebenbürgische Liederkranz sang 2025 zusammen mit dem Fürther Chor im Rahmen des Muttertaggottesdienstes in der Kirche St. Paul in Fürth das Lied „Det Motterhärz“ von Georg Meyndt, sowie im Siebenbürgrschen Weihnachtsgottesdienst in der Nürnberger Sebalduskirsche die Lieder „Advent ist heute“ und „Zu Bethlehem geboren“. Der Chor bereicherte kulturelle Veranstaltungen des Kreisverbands, wie z. B. das Fest unter der Eiche und die Mitgliederversammlung mit Neuwahlen des Kreisverbands, und bewies sein Können beim Treffen der Heimatortsgemeinschaft Bistritz-Nösen mit den Liedern „De Astern blähn iensem äm Gärtchen“ von Grete Lienert-Zultner, „Die Rose“ von Amanda McBroom und das Volkslied „Kein Feuer, keine Kohle“.
Der Chor ist eine willkommene Abwechslung vom Alltag, die Spaß macht. Neue singfreudige Sängerinnen und Sänger sind jederzeit willkommen.



